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Kolonial-Deutsch


Schwörer, Emil (1916): Kolonial-Deutsch. Vorschläge einer künftigen deutschen Kolonialsprache in systematisch-grammatikalischer Darstellung und Begründung. Diessen vor München: Huber, 62 Seiten.


I. Lexikon

Der Wortschatz wird reduziert auf ungefähr 500 bis 600 Basisworte, eine Wortliste ist dem Text angehängt. Der Hauptbestandteil der Wortliste ist den offenen Kategorien Hauptwort (ca. 200), Zeitwort (ca. 100), Eigenschaftswort (ca. 100) und Umstandswort (ca. 50) zugeordnet, geschlossene Kategorien wie Fürwort beinhalten immerhin auch noch 37, Verhältniswort 19, Bindewort 11 Einträge.

Um die Bezeichnungsmöglichkeiten zu erweitern, werden folgende Strategien vorgeschlagen: a) Multifunktionalität von Basiswörtern, b) Kombinationen von allgemeineren Begriffen für spezialisiertes Vokabular (z.B. de alte Mann für Greis oder de junge Mann für Jüngling), c) Komposita (Last-Mann für Arbeiter, Arbeit-Mann für Vormann), d) Gebrauch von Negation (z.B. nicht sauber für schmutzig), e) Umschreibungen;


III. Schreibweise

Die Orthographie bleibt an das Hochdeutsche angelehnt (anders als in Baumanns Weltdeutsch (1916), das eine Art phonemische Schreibweise – "in laut-shrift geshriben!" – verwendet9.)

Quelle:
Susanne Mühleisen: Emil Schwörers Kolonial-Deutsch (1916). Sprachliche und historische Anmerkungen zu einem "geplanten" Pidgin im kolonialen Deutsch Südwest Afrika [30–48]

Emil Schwörer: Kolonial-Deutsch : Vorschläge einer künftigen deutschen Kolonialsprache in systematisch-grammatikalischer Darstellung und Begründung s.a. http://edocs.ub.uni-frankfurt.de/volltexte/2007/9160/

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