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Plattdeutsch


Von Wikipedia:

Als Niederdeutsch oder Plattdeutsch (Nederdüütsch, Plattdüütsch) werden die im Norden Deutschlands verbreiteten Mundarten bezeichnet, die nicht von der zweiten oder hochdeutschen Lautverschiebung erfasst wurden.

Sie gehören – mit den hochdeutschen und niederländischen Mundarten – zum Dialektkontinuum der kontinentalen westgermanischen Mundarten. Weiter weisen die niederdeutschen Dialekte Ähnlichkeiten mit dem Englischen und dem Friesischen auf.

Sprachbezeichnung

Aus der altniederdeutschen Zeit ist kein einheimischer Name für die altniederdeutsche Sprache belegt. In lateinischen Texten findet man den Ausdruck lingua Saxonica (in etwa „sächsische Sprache“).[1]

In der mittelniederdeutschen Zeit wurde das Niederdeutsche von seinen Sprechern oft düdesch oder to düde genannt, besonders als Abgrenzung gegenüber fremden Sprachen und gegenüber dem Lateinischen. So gab es in manchen norddeutschen Städten im 15. Jahrhundert die düdeschen schrifscholen im Gegensatz zu den gelehrten Lateinschulen.[1]

Wenn man die eigene Sprache gegenüber dem Hochdeutschen oder dem Niederländischen abgrenzen wollte, konnte man Begriffe wie unse düdesch, sassesch düdesch oder moderlike sprake verwenden. Im 15. und 16. Jahrhundert waren Begriffe mit sassesch am gebräuchlichsten: sassesch oder sassesche sprake, später auch mit Vorsilbe: nedder-sassesch. Seit dem 16. Jahrhundert findet man auch die Begriffe nedderdüdesch und nedderlendesch.[1]

Im 17. Jahrhundert kommt der Begriff Plattdeutsch auf, der sassesch usw. verdrängt und zum allgemeinen Namen für das Niederdeutsche wird. Dieser neue Name für das Niederdeutsche kommt aus dem Niederländischen. Der früheste Beleg befindet sich in einem Neuen Testament, das 1524 in Delft gedruckt wurde. In Titel und Vorwort heißt es, das Buch sei in goede platten duytsche verfasst, also in guter klarer Volkssprache (im Gegensatz zur weniger gut verständlichen Gelehrtensprache). Das niederländische Adjektiv plat bedeutet nicht „unberührt von der hochdeutschen Lautverschiebung“ oder „vom flachen Lande“, sondern „klar, deutlich, jedermann verständlich“.[1]

Die Bezeichnung der eigenen lokalen Varietät als Platt ist nicht nur im Niederdeutschen verbreitet, sondern auch im Westmitteldeutschen.[2]

Das Niederländische wurde teils noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts als „Niederdeutsche Sprache“ (Nederduitsche Taal) bezeichnet, die niederländische reformierte Kirche hieß bis Mitte des 20. Jahrhunderts noch offiziell „Niederdeutsche reformierte Kirche“ (Nederduitsch Hervormde/Gereformeerde Kerk). Eine bedeutende Strömung der protestantischen Kirche in Südafrika heißt bis auf den heutigen Tag offiziell Nederduitsch Hervormde Kerk).

Ein deutsches Synonym ist der Begriff Plattdeutsch. Der Unterschied zwischen den beiden Begriffen besteht darin, dass Niederdeutsch eher der Fachausdruck ist, während Plattdeutsch der volkstümlichere Begriff ist.[3]

Wikipedia: Niederdeutsche Sprache (Deutsch)
Wikipedia: Plattdüütsch (Platt)

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